Am 12. Juli veranstalteten das China International Economic and Trade Arbitration Commission (CIETAC) und das Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) in Berlin das ‚Internationale Symposium zu China-Deutschland Handel und Schiedsverfahren‘. An der Veranstaltung nahmen über 50 Teilnehmer teil, darunter Rechtsexperten, Anwälte und Wissenschaftler von deutschen Unternehmen sowie von in Deutschland ansässigen chinesischen Firmen.
Das Symposium beinhaltete sowohl Hauptvorträge als auch Diskussionsrunden. Über zehn Experten für Schiedsverfahren aus China und Deutschland diskutierten eingehend über aktuelle Themen und Herausforderungen im Bereich der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit, wie etwa die Lösung von Handelsstreitigkeiten, Verfahrenseffizienz und Schiedssprüche.
In seiner Eröffnungsrede betonte der Ministerrat der Wirtschafts- und Handelsabteilung der chinesischen Botschaft in Deutschland, Zhai Qian, dass dieses Jahr das zehnjährige Bestehen der umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen China und Deutschland markiert. Der Austausch auf allen Ebenen und in allen Bereichen sei sehr aktiv. Trotz der aktuellen Herausforderungen in den Beziehungen zwischen China und Deutschland sowie China und Europa sei die Zusammenarbeit vielversprechend. Vor dem Hintergrund der komplexen internationalen Lage habe das Symposium eine wichtige Bedeutung für die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland.
Wang Chengjie, stellvertretender Direktor und Generalsekretär von CIETAC, erklärte, dass CIETAC als eine der ältesten internationalen Schiedsorganisationen Chinas stets bestrebt sei, gemeinsam mit globalen Partnern die Schiedsgerichtsbarkeit und andere alternative Streitbeilegungsverfahren weltweit zu fördern. Er schlug vor, dass die Schiedsorganisationen aus China und Deutschland ihre Kooperationsmodelle optimieren, pragmatische Ergebnisse erzielen und die technologische Unterstützung vertiefen sollten, um die internationale Schiedsgerichtsbarkeit weiterzuentwickeln und die rechtlichen Risikomanagementfähigkeiten der Unternehmen zu verbessern.
Ramona Schardt, Generalsekretärin des Deutschen Instituts für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS), hob hervor, dass DIS und CIETAC großen Wert auf die Verstärkung der Zusammenarbeit legen und bereits zahlreiche Übereinstimmungen zur Förderung der deutsch-chinesischen Wirtschafts- und Handelskooperation sowie zur Weiterentwicklung der Streitbeilegung erzielt haben. In Zukunft werden die beiden Institutionen gemeinsam daran arbeiten, das Verständnis der geschäftlichen Akteure für Schiedsgerichtsbarkeit zu vertiefen und durch weitere praktische Kooperationen die internationale Schiedsgerichtsbarkeit voranzutreiben.
Das Deutsche Institut für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS), gegründet im Jahr 1947, ist die größte Schiedsorganisation Deutschlands und eine der größten Schiedsorganisationen Europas. Während der Konferenz unterzeichneten CIETAC und DIS ein aktualisiertes Kooperationsabkommen. Seit der ersten Unterzeichnung des Kooperationsabkommens vor 30 Jahren haben beide Parteien zahlreiche erfolgreiche und vielfältige Kooperations- und Austauschaktivitäten im Bereich der internationalen Handelsstreitbeilegung durchgeführt.