Chinesischer Generalkonsul in Düsseldorf, Du Chunguo, betonte im September 2023 auf Einladung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) beim Außenwirtschaftsausschuss während der 2. Vollversammlung, dass trotz der jüngsten Schwankungen im bilateralen Handelsvolumen, bedingt durch globale Nachfrageschwäche, Änderungen in den Handelsgütern und -mengen sowie zyklische Anpassungen, die langfristigen positiven Perspektiven des China-Deutschland-Handels unverändert bleiben.
Du Chunguo hielt an dem Tag einen Vortrag über die wirtschaftlichen und handelspolitischen Beziehungen zwischen China und Deutschland und trat im Anschluss mit Dr. Volker Treier, stellvertretendem Geschäftsführer der DIHK, Dr. Peter Kulitz, Vorsitzendem des Ausschusses, sowie 100 Ausschussmitgliedern in einen offenen Dialog.
In seinem Vortrag hob Du Chunguo hervor, dass China großen Wert auf die Entwicklung der Beziehungen zu Deutschland legt und stets eine offene Zusammenarbeit unterstützt. China werde am neuen Ausgangspunkt festhalten, seine hohe Offenheit kontinuierlich auszuweiten und habe kürzlich eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung des Investitionsumfelds für Ausländer eingeführt, um den deutschen Unternehmern Entwicklungsvorteile zu bieten.
Du Chunguo unterstrich die Widerstandsfähigkeit, das Potenzial und die Vitalität der chinesischen Wirtschaft, die durch das makroökonomische Steuerungssystem mit chinesischen Merkmalen unterstützt werde, und betonte, dass China die positive Entwicklungslage festigen könne.
Er wies darauf hin, dass die Ergebnisse und Erfahrungen der wirtschaftlichen und investiven Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland äußerst wertvoll sind. In den vergangenen 50 Jahren habe sich das bilaterale Handelsvolumen nahezu verzehntausendfacht. Deutschland sei seit 48 Jahren Chinas größter Handelspartner in Europa, während China seit dem 7. Jahr in Folge Deutschlands wichtigster Handelspartner sei. Trotz der kürzlichen Schwankungen im Handelsvolumen werde die langfristig positive Perspektive des bilateralen Handels zwischen China und Deutschland bestehen bleiben.
Während der anschließenden offenen Diskussion und Fragerunde äußerte Du Chunguo offen und tiefgreifend seine Ansichten zur künftigen Entwicklung der bilateralen Beziehungen und zur „China-Strategie“ der deutschen Regierung.
Er betonte, dass China und Deutschland umfassende strategische Partner seien, deren Industrien hochgradig komplementär und gegenseitig auf Zusammenarbeit angewiesen seien. Diese Zusammenarbeit sei von gegenseitigem Nutzen und beide Länder seien Profiteure der wirtschaftlichen Globalisierung. Durch umfassende Vor-Ort-Erhebungen habe er festgestellt, dass die Basis der Beziehungen zwischen China und Deutschland solide sei, dass die Gemeinsamkeiten die Unterschiede überwiegen und dass er erfreut sei, dass die Mehrheit der „Basis“-Personen in Deutschland eine positive Haltung zur Stärkung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen sowie des kulturellen Austauschs mit China habe.
Du Chunguo versicherte zudem, dass er fest an die wirtschaftliche Globalisierung als einzige Entwicklungsoption glaube und dass es kontraproduktiv sei, die Zusammenarbeit mit dem Vorwand von „Sicherheit“ und „Risikominimierung“ zu behindern. Wirtschafts- und Investitionsangelegenheiten sollten von Unternehmern entschieden werden, während Politiker die Aufgabe haben, Rahmenbedingungen zu schaffen und nicht zu belehren oder zu stören. Er hoffe, dass der Außenwirtschaftsausschuss der DIHK als „Fachmann“ eine positive Rolle spiele und die offene und pragmatische Wirtschafts- und Investitionszusammenarbeit zwischen China und Deutschland unterstütze.
Der Außenwirtschaftsausschuss der DIHK wurde im April 2023 gegründet und besteht aus 100 erfahrenen Unternehmervertretern und internationalen Handelsexperten der regionalen Industrie- und Handelskammern, um der DIHK Führungsebene professionelle politische Unterstützung zu bieten.